St. Margarete

Das Prunkstück der Kirche stellen die "14 Nothelfer" dar. Diese ca. 35 cm hohen farbigen  Holzfiguren über dem Chorbogen stammen aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. In der Mitte von ihnen hängt das Kreuz mit Jesus Christus.

Die 14 Nothelfer sind von Gegend zu Gegend etwas unterschiedlich. Aber meist werden Achatius, Ägidius, Barbara, Blasius, Christphorus, Cyriakus, Dioysius von Paris, Erasmus, Eustachius, Georg, Katharina von Alexandria, Margareta von Antiochia, Pantaleon und Vitus als Helfer in der Not angerufen.

Der Hochaltar ist rechts und links begrenzt mit gedrehten weinlaubumwundenen Säulen und den Figuren des Hl. Wendelin und des Hl. Sebastian (Ende des 17. Jhrh.). Unter ihnen Engelsköpfe mit dem Blick nach Norden und Süden. Über ihnen sitzende Engel.

Im Juli 1853 wurde der Hochaltar neu gemalen von Maler Hieringer aus Pförring.

Am 3. Sonntag im Juli 1855 wurde in der Filialkirche in Forchheim ein neuer Kreuzweg durch einen Franziskanerpriester von Ingolstadt geweiht. Um 9 Uhr Amt, Exhortation über den Kreuzweg, dann Kreuzwegweihe. Prozession im Dorf, - die 14 Stationstafeln wurden jede von einem Jüngling getragen. Kooperator von Pförring, Benefiziat und Franziskaner beteten den schmerzhaften Rosenkranz. Nachdem die Stationen geweiht, wurden die Tafeln aufgehangen. Der Kreuzweg war gemalt von Maler Hieringer aus Pförring.

Im Jahre 1866 wurden die beiden Seitenaltäre restauriert. Ebenfalls in diesem Jahr erhält die Filialkirche Forchheim eine Orgel.

Im Jahre 1870 ließ ein Bruder des Wirtes, ein Kaufmann, ein neues Margaretenbild anfertigen. Es hat bei 100 Thaler gekostet. Dieses Bild wurde - verdeckt - vor dem Gottesdienst, vom Benefiziatenhaus aus, prozessionsweise, von einigen Jungfrauen in die Kirche getragen und dann am Hochaltar befestigt und eingeweiht.

Auf dem linken Seitenaltar ist die bemalte Holzfigur der Hl. Margarete (Höhe 93cm, ca. 1480) zu sehen. Zu ihren Füßen der Drache, dem sie das Kreuz in den Rachen stößt.

Auf dem rechten Seitenaltar findet man eine bemalte Holzfigur des Hl. Nikolaus (Höhe 100cm, Ende 15. Jahrhunderts).

Die Kanzel, die an der Nordseite der Kirche über eine Treppe zu erreichen war, fiel den Renovierungsarbeiten 1961 zum Opfer. Sie bestand aus Hermespilastern und ausgeschnittenen und aufgeleimten Ornamenten unter denen das Bild des doppelköpfigen Reichsadlers häufig wiederkehrte. Sie war eine beachtenswerte Arbeit von Anfang des 17. Jahrhunderts.

Links neben dem rechten Seitenaltar findet seit einiger Zeit der Hl. Stephanus seinen Platz. Nachdem er, wie in der Chronik der Stephanuskapelle zu lesen ist, mehrmals gestohlen worden ist, wurde er in den siebziger Jahren in die Dorfkirche umquartiert. Seit dieser Zeit sieht er sein "Zuhause" nur einmal im Jahr und zwar zu seinem Namenstag am 26. Dezember.

Weiter Einträge in der Chronik:

1559 In einem Visitationsbericht im Jahre 1559 heißt es: "Kirchenrechnung zu Forchheim nimmt der Pfleger zu Riedenburg auf - ist in zwei Jahren keine Rechnung geschehen."
1590 Eine Visitation im Jahre 1590 besagt: "St. Margarete hat das Allerheiligste, 3 Altäre, 1 Kelch.
1619 Die älteste vorhandene Kirchenrechnung von Forchheim stammt aus dem Jahre 1619 und liegt im Staats-Archiv Amberg.
1878 Die Gemeinde Forchheim schaffte sich heuer eine neue große Glocke an, eine kleine wurde abgedankt. Ein schönes Geläut jetzt vom Turm herab.
1951 Am 6.7.1951 wurden zwei neue Glocken für die Filialkirche Forchheim feierlich von Neustadt abgeholt. Sie waren von der Firma Hamm-Hofweber Regensburg gegoßen.
1956 Im Jahre 1956 wurde das Äußere der Kirche erneuert durch die Firma Bernburger aus Neustadt. Dabei wurde das romanische Portal an der Südwand wieder freigelegt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 800 DM.
1961 Innenrenovierung
1970 Erneuerung des Daches am Kirchenschiff (schwarzes Dach)
1980 Außenrenovierung von Schiff und Turm, Anbau der Sakristei mit zusätzlichem Eingang, neues rotes Dach
1981 Innenrenovierung
1998 Aussenrenovierung, Erneuerung und Ausbesserung mehrerer Dachsparren, neuer Putz, wieder ein neues rotes Dach.