Ortschronik

1031 Im Jahre 1031 wird erstmals von einem Pfarrer in Pförring berichtet, dem zu seinem Unterhalt ein zum Pfarrhaus gehöriges Land zu drei Huben, der Zehent in Pförring und von den drei Dörfern Marching, Forchheim und Ettling zwei Huben Ackerland nebst drei Hofstätten eingeräumt wurden.
1272 Erste urkundliche Erwähnung von Vorchhaim. Hier heißt es: "Benedikt von Hofstetten überläßt dem Kloster Kaisheim einen Hof zu Vorchhaim".
1280 Im herzoglichen Salbuch ist das Amt Riedenburg mit dem Schergenamt Vorchhaim erwähnt. An anderer Stelle heißt es: "Vorchhaim, das Dorf mit der Vogtei, drei Höfen, einer Kirche, zehn Baustätten, acht Vogtstuben, eine halbe Vogtstube, zwei Lehen."
1285 Herzog Ludwig von Bayern verleiht an Ulrich von Wellenbach das Dorfgericht Vorchhaim als Lehen.
1366 Rat und Bürger der Stadt Neustadt a.d. Donau stiften eine ewige Meß "bei Unser Lieben Frauen in Mauern" und stiften dazu u.a. "einen Hof zu Vorchhaim, der gibt sechshalb Schaff aller Traidt".
1454 In einer Urkunde vom 28.08.1454 schlichtet Richter Perchthold Starzhauser von Abensberg einen Streit zwischen Herrn Johannsen, Herrn zu Abensberg, und des Vorstlers von Forchhaim seines Meiers einerseits und des Pfarrers von Pförring andererseits wegen des Zehents.
1469 Am 29.1.1469 wird das Beneficium St. Barbara "von der ganzen Gemeinde des Dorfes zu Vorghamb" gestiftet. Das Einkommen des Benefiziaten wird festegelegt auf 11 Schaff von Getreidesorten und an Geld 6 1/2 Pfund Münchner Pfennig. Ob zu dieser Zeit bereits das Benefiziatenhaus stand ist urkundlich nicht belegt.
1581 Das Benefiziatenhaus ist abgebrannt und wurde wegen eines Streites zwischen der Gemeinde Forchheim und dem Benefiziaten bis zum Jahre 1600 nicht wieder aufgebaut.
1661 Über das Beneficium St. Barbara wird erwähnt: "Bei diesem Beneficium ist eine Behausung - der Stadel ist in den Kriegswirrenganz zugrunde gegangen" (30jähriger Krieg von 1618-1648). Der damalige Benefiziat Andre Baumann ist vermutlich beim Schwedeneinfall 1633 gestorben.
1700 Die Ortschaft hat zu dieser Zeit 34 Höfe. Aus einer Auflistung mit den dazugehörenden Hofnamen (teilweise heute noch gebräuchlich ergibt sich, daß in der Dorfmitte noch mehrere Höfe waren, die heute nicht mehr vorhanden sind.
1721 Von 1661 bis 1721 hatten die Benefizien Forchheim und Marching einen gemeinsamen Benefiziaten. Am 12.10.1721 notierte Pfarrer Weinmann von Pförring: "Benefizium hat Haus samt Hofreith und Stadl gleich neben der Kirche, welches aber alles ruiniert, diesweilen er (Benedikt Höll) die 32 Jahr fast nichts hat richten lassen." Der Benefiziat Benedikt Höll, zuständig für Forchheim und Marching, wohnte 32 Jahre in Marching. dies hat Pfarrer Weinmann veranlaßt am 26.05.1721 nach Regensburg zu schreiben. In seinem Brief heißt es: "Es ist besser wenn auf jedem Dorf (Forchheim und Marching) ein eigener Benefiziat ist und von ihm gegen billige Erkenntnis die Seelsorge übernommen wid".
1837 Pfarrer Franz Xaver Mayer, Pfarrer von Pondorf, schreibt in seinem Buch "Topografische-historische Ortsbeschriebungen des Landgerichtsbezirkes von Ritenburg" über Forchheim: "Es hat ein schönes Beneficiatenhaus und eine Taverne, im Ganzen 32 Wohngebäude mit 168 Seelen.Die Einwohnerschaft beschäftiget sich mit Ackerbau und Viehzucht; der Feldbau ist ausgedehnt, sehr gut und besonders dem Waitzbau günstig. Aber an Holz ist gänzlich Mangel und es muß um theuren Preis aus der Weite beigefahren werden". Da die Forchheimer schon seit alters her in die "Pfarrschule Pförring" gegangen sind zahlt Forchheim zum Schulhaus-Neubau in Pförring im Jahr 1837 einen Beitrag von 311 Gulden und 30 Kreuzer.
1840 Dr. Karl Friedrich Hohn erwähnt in seinem Atlas von Bayern: "... Forchheim, Kirchdorf der Pfarrei Pförring und des Landgerichts Riedenburg mit 32 Häusern, 170 Einwohnern, Beneficium; Feldbau und Viehzucht, aber Mangel an Holz.
1871 Wegen der Blattern, die in dieser Gegend schon mehrere Opfer gefordert haben, gelobt die Gemeinde Forchheim jährlichen einen Bittgang nach Pförring mit Gebet und heiligem Amt abzuhalten.
1891 Am 24. Juni 1891 wird die "Freiwillige Feuerwehr Forchheim" gegründet.
1910 Die Forchheimer errichten ein eigenes Schulhaus mit Lehrerwohnung. Das Grundstück dazu stiftet Bürgermeister Georg Stipberger.
1945 Beim Einmarsch der Amerikaner im April 1945 liegt Forchheim im Feuer deutscher Artillerie. Dabei brannten der Stadel und Stall von Schmidt (Kirchbauer) und der Stadel von den Anwesen Bergmeier, Ferstl und Koch völlig nieder.
1951 Hochwasser durch Schneeschmelze.
1952 Die Forchheimer feiern am 25. Oktober mit Musik und Tanz den Anschluss des Ortes an die Wasserversorgung Altmannstein - Kothmühle.
1958 Als letzter Benefiziat verläßt Bruno Dorminger am 03. Juni 1958 Forchheim.
1961 Teerung der Ortsdurchfahrt (B299).
1963 Leichenhausneubau
1964 In den Jahren 1964 - 1966 wird in Forchheim eine Flubereinigung durchgeführt. Dabei werden die Grundstücke neu verteilt und parzelliert.und neue Feldwege gebaut.
1966 Neben der Schule entsteht ein neuer Spiel- und Sportplatz.
1968 Kultivierung der Schar nach Aufgabe der Weide durch den Schäfer Pöppel. Der Flutgraben entlang der B299 in der Ortsmitte wird kanalisiert.
1969 Hochwasser durch Wolkenbruch am 06. Mai 1969.
1970 Am Freitag den 13.02.1970 haben die Forchheimer Schulkinder zum letzten Mal Unterricht in ihrer alten Dorfschule. Somit geht das Forchheimer Schulhaus, bis nach dem 2. Weltkrieg das schönste Schulhaus im Landkreis Riedenburg nach genau 60 Dienstjahren in Pension. Ab jetzt gehen die Kinder in die neuerrichtete Hauptschule nach Pförring.
1972 Durch die Gebietsreform wird Forchheim nach Pförring eingemeindet.
198? Mit der Ausweisung eines Baugebietes am westlichen Ortsrand von Forchheim entstehen 12 neue Bauplätze.
1989 Der Krieger- und Kameradenverein Forchheim feiert sein 70. Gründungsfest.
1991 Die Freiwillige Feuerwehr Forchheim feiert sein 100. Gründungsfest mit Fahnenweihe.
1991 Anschluß des Forchheimer Abwassers an die Pförringer Verbanskläranlage und Errichtung des Regenrückhaltebeckens bei der Kohlstatt (östlicher Ortsrand).
1994 Am 04.11.1994 feiern die Forchheimer im ehemligen Schulhaus die Einweihung der Umgehungsstraße B299.
1995 Mit der Ausweisung eines Baugebietes am südlichen Ortsrand von Forchheim entstehen 16 neue Bauplätze.